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Chronik

    Die Gründung des Skiklubs Ladis im Jahre 1912 war ein wichtiger Grundstein zur Entwicklung des Wintersports in der Region rund um das Großraumskigebiet Serfaus-Fiss-Ladis. Der Verein ist seit jeher bestrebt, den Nachwuchs zu fördern sowie die Freude am Skilauf zu wecken und hat seit Bestehen viele Höhen und Tiefen erlebt, die auf dieser Seite nachgelesen werden können.

    Die Anfänge des Skilaufes und des Wintertourismus auf der Sonnenterrasse finden wir in Obladis-Ladis. Hans Handl aus Innsbruck schwärmt bereits um 1910 in seiner Skichronik über die winterlichen Schönheiten um Obladis und Serfaus, worauf der Winterbesuch in dieser Gegend bedeutend zunahm.

    Im Jänner 1912 wurde der Skiklub Ladis gegründet, dessen Statuten am 31. Jänner in Ladis beschlossen und dann von der Behörde am 25. März 1912 genehmigt wurden. Er gehört somit zu den ältesten Skiklubs in Tirol.

    Für die Entwicklung des Wintertourismus und des Skilaufes auf der Sonnenterrasse war der Skiklub Ladis ein wichtiger Impulsgeber. Großen Anteil daran hatten auch das Kurhotel in Obladis und das Kurhaus in Ladis, die sich 1912/13 auf Wintergäste einstellten. In Ladis gab es bereits 1912 die erste Ski-Übungswiese.

    Die Innsbrucker Nachrichten vom 6. Februar 1913 berichten: „Das Etablissement und Kurhaus Obladis, welches heuer zum erstenmale seine Tore für den Wintersport geöffnet hat, erfreut sich eines sehr regen Besuches.“

    Erster Skilehrer aus Ladis in der „Wintersportregion Sonnenterrasse“

    Schon 1912 hatte die Kurverwaltung den Plan, oberhalb von Serfaus, mitten im Skigebiet, auf der Komperdellalpe „eine niedliche Skihütte zu errichten“. In Obladis begannen im Februar 1913 die ersten Skikurse und somit hielt der Wintertourismus mit organisiertem Skilauf seinen Einzug. Skitouren wurden zuerst besonders von Obladis aus ins Urgtal und auf das Schönjöchl, aber bald auch in entferntere Gebiete unternommen. Als Führer wurde Johann Heiseler vom Skiklub Ladis empfohlen. Er war der erste Skilehrer auf der Sonnenterrasse und hatte wahrscheinlich auch die Leitung des Skiklubs inne. Der Erste Weltkrieg (1914 – 1918) und die wirtschaftlich schlechte Nachkriegszeit unterbrachen die so verheißungsvoll begonnene Tätigkeit des Skiklubs. Erst 1923/24 regten sich die Funktionäre des Skiklubs wieder und wagten, ein „Preis-Skifahren“ zu veranstalten. Der Start erfolgte in Obladis, dann führte die Rennstrecke vorbei an der Villa bis zum „geklobenen Stein“ am oberen Fisser Weg und von dort hinunter ins Ziel bei den Gütern der „Setzgasse“ (heutige Dorfeinfahrt, von Ried kommend). 17 Herren und eine Dame nahmen am Rennen teil.

    Das erste Klubabzeichen gab es 1924/25. Es zeigt einen Skispringer vor einer Bergkulisse. Einheimische konnten es um 20.000 Kronen, Fremde um 50.000 Kronen erwerben. Man bemühte sich um die Förderung des Skisports und um den Zusammenhalt im Vereinsleben.

    Der Skilehrer Ernst Lomberger aus Innsbruck erklärte sich bereit, den Lader Burschen kostenlosen Unterricht im Skisport zu erteilen. Schriftführer Lehrer Huter berichtet über das Vereinsjahr 1925, dass es sehr eintönig verlaufen sei, denn wegen des schneearmen Winters konnte man weder ein Preisrodeln noch ein Skirennen veranstalten.

    Ende der Zwanzigerjahre des 20. Jh. traten auch einige Gäste aus Deutschland sowie Burschen und Männer von Prutz und Fiss dem Skiklub bei. Im Interesse des Fremdenverkehrs betonte man die Notwendigkeit des Skiklubs und förderte die Zusammenarbeit mit dem Kurhotel in Obladis und dem Kurhaus in Ladis. Die Hoteldirektoren Hans und Meinrad Schumacher durften Freunde und Gönner nach eigenem Ermessen in den Klub aufnehmen. Skibälle wurden bereits in Ladis und Obladis veranstaltet.

    Erfolgreiche Beteiligung an der Tiroler Skimeisterschaft

    Zu den Tiroler Skimeisterschaften 1930 in Nauders entsandte der Klub sieben Rennläufer. Anton Heiseler errang den vierten und Adolf Hann trotz Sturzes den fünften Preis.

    „Fuchsjagden“ und Skitouren

    „Fuchsjagden“ sind seit 1930 überliefert und fanden auch nach der Wiedergründung des Skiklubs 1961 statt. Für die „Fuchsjagd“ wurden Start und Zielgebiet (in der Nähe des Dorfes) festgelegt. Zwei gute Skifahrer machen die Füchse, ihr Kennzeichen ist eine mit einem Fuchsschwanz gezierte Mütze. Damit sich die Füchse in dem bestimmten Startgebiet verstecken können, erhalten sie für den An- oder Aufstieg einen gewissen Vorsprung. Sie versuchen natürlich ihre Spuren zu verwischen. Wenn die verfolgende und jagende Meute der Skifahrer einen Fuchs entdeckt, braust er der Meute davon – dem Ziel entgegen. Gelingt es einem Verfolger, dem Fuchs die Mütze zu entreißen, dann erhält er einen Preis. Kommt ein Fuchs „ungefangen“ ins Ziel, so ist er der strahlende Sieger.

    1930 kommt erstmals die Bezeichnung „Skiklub Ladis- Obladis“ vor. In der Zeit bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden Preis-Skifahren für Jung- und Altmannschaft, Fuchsjagden und Skibälle abgehalten. Die beliebtesten Rennstrecken waren vom Faltrijöchl-Pardatscher Bühel bis ins Dorf und vom Faltrijöchl nach Obladis, Einfahrt zu den Wolfwiesen bis zum Haus Thöni am Weiher. Die Rennstrecken wiesen nicht nur Abfahrten, sondern auch Anstiege auf und stellten an die Läufer beachtliche Anforderungen.

    Als Hauptübungsgebiete für das Skifahren benutzte man die Pill und die Gegend um das Faltrijöchl, auch Sprungschanzen wurden gebaut. Weiters bildete die Schumacherhütte beim Komperdell – sie wurde noch vor dem Kölner Haus erbaut – den Ausgangspunkt für zahlreiche Skitouren. Der Skiklub verfügte bereits 1930 über drei geprüfte Führer. Auch die Bergwerkshütten im Laustal dienten als Tourenstützpunkte. 1935 weilte auch Bundeskanzler Dr. Kurt Schuschnigg in Obladis auf Urlaub und frönte dem Skisport. Die 1000-Mark- Sperre bedeutete auch einen argen Rückschlag für den Skiklub, dessen Tätigkeit dann durch den Zweiten Weltkrieg endgültig erlahmte.

    Die Wiedergründung des Skiklubs

    Obwohl bald nach dem Zweiten Weltkrieg der Skisport wieder auflebte und die Skischule mit ihrer Tätigkeit begonnen hatte, dauerte es noch etliche Jahre, bis der Skiklub wieder zum Leben erweckt wurde.

    Am 12. März 1961 erfolgte die Wiedergründung des Skiklubs Ladis. Der Vereinsvorstand setzte sich zusammen aus:

    Obmann: Franz Hafele
    Obmann-Stellvertreter: Anton Netzer
    Schriftführer: Hans Tschiderer
    Kassier: Pius Stocker

    Außer der Veranstaltung von „Fuchsjagden“ gab es nur wenige Aktivitäten. Die 1966 und 1968 neu gewählten Vorstände waren dann wesentlich aktiver. Einige Jugendliche wurden dem Tiroler Skiverband angeschlossen, Vereinsskirennen und lustige Er-und-Sie-Skirennen, Rodelrennen sowie Bälle wurden abgehalten. Der Skiklub und die Skischule bemühten sich um die bessere Ausbildung und Betreuung der Jugend, was sich in Erfolgen bei Bezirksmeisterschaften bald zeigte.

    Blütezeit des Skiklubs in den Siebzigerjahren des 20. Jh.

    1971 errangen Alexander Hann den vierten und Roland Peer den fünften Platz bei den Jugendmeisterschaften. Im Riesentorlauf wurde Barbara Kirschner Bezirksschülermeisterin und im Torlauf erreichte Christl Erhart den zweiten Platz.

    Der Skiklub veranstaltete zahlreiche Rennen und führte auch Vereinsmeisterschaften durch. Im Verein und besonders bei der Jugend herrschte viel Begeisterung und mehrere Mitglieder des Klubs trainierten Kinder und Jugendliche und betreuten sie bei Rennen. Bei den vom Klub organisierten und durchgeführten Bezirks-Schülertestrennen waren 150 Läuferinnen und Läufer am Start. Die Er-und-Sie-Rennen auf Skiern und Rodeln erfreuten sich großer Beliebtheit.

    Am 15. Februar 1976 richtete der Klub die Bezirks- Betriebs-Skimeisterschaften aus. 42 Firmen aus dem Bezirk mit 61 Gruppen zu je drei LäuferInnen beteiligten sich am Rennen, das in drei Läufen ausgetragen wurde.

    Bei Bezirks-Kindertestrennen und bei den Bezirks- Schülerskimeisterschaften errangen Manuela Senn, Karin Falkner und Petra Netzer jeweils erste Plätze. In den folgenden Jahrzehnten wurden hauptsächlich klubinterne Rennen durchgeführt, aber die traditionellen Er-und-Sie-Rennen durften natürlich nicht fehlen. Skiklub und Skischule arbeiteten im Training für die Jugend gut zusammen. Dennoch – wohl auf Grund des allgemein härter werdenden Konkurrenzkampfes im Skirennsport – sind von TeilnehmerInnen aus Ladis auf Bezirksebene keine herausragenden Leistungen mehr erbracht worden.

    Großveranstaltungen wie das sechste Pontlatz- Block-Schützen-Skirennen 1982 und das Bezirks-Feuerwehr- Skirennen (231 Starter) 1983 wurden vom Klub reibungslos abgewickelt. Einige Kindercuprennen wurden beschickt und Trainingskurse abgehalten.

    75 Jahre Skiklub Ladis

    Im Winter 1987/88 gab es mehrere Jubiläumsveranstaltungen und Robert Klien, Pfunds, verfasste eine Festschrift. In ihr ist die ganze Geschichte des Skiklubs von der Gründung im Jahr 1912 bis 1987 genau und ausführlich dokumentiert.

    Der Klub bemühte sich immer wieder um Veranstaltungen für die Jugend, die Vereinsmitglieder und die Gäste. 1995 wurden Klubanzüge angeschafft. Für die Abwicklung von Rennen jeglicher Art war der Kauf einer eigenen Zeitnehmung im Jahr 1996 äußerst wertvoll. 1998 wurde bei der Mittelstation der Sonnenbahn Fiss ein Ski-Demo-Fest in Zusammenarbeit mit den Skischulen Ladis und Fiss veranstaltet.

    Mit einem schönen Fest feierte 2002 der Skiklub Ladis sein 90-jähriges Bestehen bei der Mittelstation der Sonnenbahn. Etwa 2.000 Gäste und Einheimische feierten mit Begeisterung mit dem Skiklub Ladis bis in die frühen Morgenstunden. 2006 wurde das „SE-LA-FI Nightrace“ ins Leben gerufen – ein Vielseitigkeitsrennen mit verschiedenen Elementen wie Sprüngen, Wellenbahnen, Steilkurven, Riesentorlauf, Super-G und Skatingteilen.

    Die Skischule Ladis-Obladis

    Die Skischule Ladis-Obladis wurde in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts gegründet. Franz Schumacher und die Brüder Heiseler sind neben anderen, kurzzeitig tätigen Skischulleitern überliefert. Langjährige Skischulleiter waren Vinzenz Klotz (1971–1987) und Mathias Neier (1987–2002). Im Jahr 2002 erfolgte die Fusionierung mit der Skischule Fiss, damit konnte auch das Angebot für Kinder großzügig erweitert werden. Seither trägt die Skischule den Namen „Skischule Fiss-Ladis“.

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    Kapitel 9

    Kapitel 10